
03.10.2026 | Spielbericht | M1 | Verbandsliga | SG Hofen/Hüttlingen – HV Rot-Weß Laupheim | 35:34
Was für ein Handballabend in der Talsporthalle: Die SG Hofen/Hüttlingen hat dem Vizemeister der Vorsaison einen packenden Kampf geliefert und sich am Ende mit 35:34 (15:14) gegen den HV Rot-Weiß Laupheim durchgesetzt. 350 Zuschauer sahen eine Partie, die SG2H-Trainer Gerd Mühlberger anschließend als „wahre Schlacht“ bezeichnete. Der Erfolg wurde allerdings teuer erkauft: Unter anderem verletzte sich Lukas Fürst schwerer und wird seiner Mannschaft voraussichtlich länger fehlen.
Schon vor dem Anpfiff musste die SG2H den ersten Rückschlag verkraften. Yannik Haas fiel kurzfristig aus. Auch Felix Jörg fehlte weiterhin, im Laufe der Partie musste zudem Louis Fürst passen.
Davon ließ sich die SG2H zunächst allerdings kaum beeindrucken. Zwar erwischten die Gäste den etwas besseren Start und gingen nach knapp acht Minuten mit 5:3 in Führung, doch die Gastgeber kämpften sich schnell zurück. Nach dem 7:7 übernahm die SG2H zunehmend das Kommando und setzte sich durch Treffer von Marius Haas, Maximilian Funk, Achim Eiberger und Bastian Wolter zwischenzeitlich auf 13:10 ab. Laupheim blieb jedoch dran und verkürzte bis zur Pause auf 14:15.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es das erwartet intensive Duell. Die SG2H legte immer wieder ein oder zwei Treffer vor, abschütteln ließ sich der Vizemeister aber nicht. Beim 22:22 war die Partie wieder völlig offen, wenig später ging Laupheim beim 24:23 sogar selbst in Führung. Was folgte, war ein offener Schlagabtausch, bei dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte.
Für einen Schreckmoment sorgte in der zweiten Hälfte die Verletzung von Lukas Fürst. Der SG-Spieler bekam nach Angaben von Mühlberger in einer Abwehraktion einen Ellenbogen ins Gesicht und zog sich dabei eine schwere Platzwunde im Bereich des Auges zu. „Lukas Fürst wird länger ausfallen. Er hat einen riesigen Cut am Auge“, sagte der SG2H-Trainer. Auch Marius Haas musste in der Schlussphase angeschlagen vom Feld, nachdem er auf den Rücken gefallen war.
Doch gerade angesichts der immer größer werdenden Personalprobleme zeigte die SG2H enorme Moral. Nach dem 26:26 gut zwölf Minuten vor dem Ende sorgten David Haas und Tom Joas wieder für eine Zwei-Tore-Führung. Als Maximilian Funk 94 Sekunden vor Schluss zum 34:31 traf, schien die Entscheidung gefallen. Laupheim gab sich jedoch nicht geschlagen. Moritz Harsch erzielte 48 Sekunden vor dem Ende das 35:32, anschließend kamen die Gäste durch Timo Remane und Max Reiner tatsächlich noch einmal auf 35:34 heran. Reiners Treffer fiel allerdings mit der Schlusssirene – danach durfte in der Talsporthalle gejubelt werden.
„Das war für alle Beteiligten eine harte Nummer, eine wahre Schlacht mit dem besseren Ausgang für uns“, sagte Mühlberger. Den Schlüssel zum Erfolg musste der Trainer nicht lange suchen: „Kampf. Unbändiger Kampf von allen.“ Besonders stolz war er darauf, wie seine Mannschaft trotz der zahlreichen Ausfälle zusammenstand. „Es waren viele junge Spieler dabei, die das Wappen der SG2H mittragen. Entscheidend war der Wille, dieses Spiel für die Kameraden zu gewinnen und alles auf dem Feld zu lassen.“
SG Hofen/Hüttlingen: Knauß, Brucker – Eiberger (11), Joas (6), Funk (4), Wolter (4), Marius Haas (3), David Haas (2), Harsch (2) Louis Fürst (1), Lukas Fürst (1), Matthis Sutter (1), Anlauf, Scheurmann, Henri Sutter.




