
15.11.2025 | Vorbericht | F1 | Verbandsliga | SC Lehr – SG Hofen/Hüttlingen
Bei den Handballerinnen der SG Hofen/Hüttlingen hat es in dieser Woche eine überraschende Veränderung gegeben: Trainerin Corinna Beyrle hat ihr Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Nach gut eineinhalb Jahren an der Seitenlinie beendet sie damit eine Phase, in der sie die Mannschaft nach dem Abstieg aus der Württembergliga übernommen und sicher durch eine herausfordernde Saison zum Klassenerhalt geführt hatte.
Sportlich verlief der Start in die neue Verbandsliga-Spielzeit jedoch alles andere als nach Plan. Die SG2H steht nach sechs Spielen noch ohne Punkt da. Die knappe 20:22-Niederlage gegen den TSV Neuhausen am vergangenen Spieltag war schließlich der Moment, nach dem Beyrle die Entscheidung traf, den Weg freizumachen und der Mannschaft einen neuen Impuls zu geben.
Beyrle hatte sich von Beginn an stark mit der Aufgabe identifiziert und war auch abseits des Spielfelds sehr engagiert. Nun wird ihr Rücktritt intern als sportlicher, aber auch menschlicher Einschnitt gesehen.
Erstes Spiel nach dem Rücktritt: Kellerduell in Lehr
Wie es auf der Trainerbank weitergeht, ist derzeit offen. Beim Auswärtsspiel an diesem Samstag (18.15 Uhr) beim SC Lehr wird die Mannschaft von Matthias Haas betreut. Parallel laufen bereits Gespräche über eine langfristige Lösung.
Sportlich wartet ein Duell, das für beide Teams enorme Bedeutung hat. Der SC Lehr steht nach fünf Partien bei 1:9 Punkten, die SG2H nach sechs Spielen bei 0:12 Punkten. Es ist das direkte Aufeinandertreffen zwischen dem Vorletzten und dem Letzten der Verbandsliga – ein Spiel, das den Verlauf der kommenden Wochen durchaus prägen kann.
Auf Seiten der SG2H geht es vor allem darum, nach turbulenten Tagen Stabilität zu finden. Die Abwehrleistung gegen den TSV Neuhausen war vollkommen in Ordnung, dafür haperte es im letzten Drittel. Offensiv wurden wie schon so oft zu viele Möglichkeiten liegen gelassen. Dass der Trend zuletzt aber dennoch in die richtige Richtung ging, gibt zumindest Anlass zur Hoffnung, dass der Knoten schon bald platzt.
Lehr und Hofen/Hüttlingen starten damit unter ganz ähnlichen Vorzeichen in dieses Kellerduell – und für beide ist klar: Wer in diesem Kellerkracher doppelt punktet, kann ein echtes Lebenszeichen im Abstiegskampf senden.




