













21.09.2025 | Spielbericht | M1 | Verbandsliga | SG Hofen/Hüttlingen – SG TSV Bartenbach | 24:23
Die Handballer der SG Hofen/Hüttlingen sind erfolgreich in die neue Verbandsliga-Saison gestartet. Das Team von Gerd Mühlberger und Jan Eglauer siegte in einem wahren Krimi mit 24:23 gegen den TSV Bartenbach. Zum Matchwinner avancierte SG2H-Keeper Nico Knauß, der mit einer überragenden Parade den Sieg in den Schlusssekunden sicherte.
Der erste Treffer der neuen Saison ging auf das Konto von Yannik Haas. Per Siebenmeter traf er nach 60 Sekunden zum 1:0. Die ersten drei Minuten der Partie waren noch ausgeglichen, ehe sich die SG2H mit drei Treffern in Serie absetzen konnte. Zweimal Achim Eiberger und Theo Sauter waren erfolgreich (5:2/7. Minute). Für die ohnehin nicht in Bestbesetzung angetretene SG2H kam es im Laufe der ersten Halbzeit knüppeldick. Yannik Haas musste angeschlagen raus, und bei Yannik Seeh deutet alles auf eine längere verletzungsbedingte Pause hin – er knickte ohne Fremdeinwirkung um. Die Gäste aus Bartenbach konnten den Rückstand auf ein Tor verkürzen (9:8). Für mehr reichte es in den ersten 30 Minuten aber nicht mehr. Der Ausgleich oder sogar eine Führung sollte nicht gelingen. Stattdessen zog die SG2H bis zur Halbzeitpause nach Toren von Jonas Fürst und Felix Jörg wieder auf drei Tore davon (15:12).
Die Hausherren kamen stark aus der Kabine und zogen die Zügel zunächst an. Bis zur 38. Minute konnte man sich eine komfortable Sechs-Tore-Führung erspielen (20:14). Vorne zeigte man sich treffsicher und die Abwehr um Kevin Scheurmann verteidigte überragend. Dazu zeigte Schlussmann Nico Knauß starke Paraden. So war der TSV Bartenbach früh zu einer Auszeit gezwungen. Diese brachte zunächst aber nicht viel ein, denn das Team von der Ostalb war es, das die Führung weiter in die Höhe schraubte.
16 Minuten vor dem Ende führte die SG2H nach einem spektakulären Treffer von Achim Eiberger mit 23:16. Die Talsporthalle bebte und nicht wenige SG2H-Anhänger verbuchten gedanklich bereits die ersten zwei Punkte der Saison. „Nach dem 23:16 hatten wir zwei, dreimal die Möglichkeit, den Sack zuzumachen. Ich hatte das Gefühl, dass die Bartenbacher selbst nicht mehr dran geglaubt hatten, noch etwas mitzunehmen. Unsere Abwehr hatte das super gemacht, dazu parierte Nico Knauß im Tor stark“, so SG2H-Trainer Gerd Mühlberger.Doch im Sport kann es manchmal sehr schnell gehen und das Spiel hatte noch eine Wendung parat, auf die die Heimfans hätten verzichten können. Durch die frühen Ausfälle von Yannik Haas und Yannik Seeh musste jeder auf dem Feld praktisch durchspielen. Die Kräfte ließen nach und die technischen Fehler häuften sich. Angeführt von den Rascher-Brüdern Marian und Nicola, die auf der Ostalb keine Unbekannten sind, beide trugen das Trikot des TSB Gmünd, verkürzte der TSV Bartenbach Tor um Tor. Gut vier Minuten vor dem Ende betrug der Vorsprung nur noch drei Tore (24:21).
Das Bartenbacher Tor war für die SG2H nun wie zugenagelt und nach zwei Treffern von Yannik Scholz kam es nun zum ultimativen Showdown (24:23/59.). Die SG2H startete nun einen Angriff und hätte beim 25:23 wohl alles klargemacht. Der Abschluss von Marius Haas fand den Weg ins Tor allerdings nicht. Knapp eine Minute war nun noch zu spielen und Bartenbach hatte erstmals seit der vierten Minute wieder die Möglichkeit, auszugleichen. Bartenbach ging aber nicht sofort auf den Ausgleich, sondern Trainer Ralf Rascher nahm 25 Sekunden vor dem Ende die letzte Auszeit. Die Spannung erreichte nun ihren Höhepunkt und auf den Rängen gab es bange Blicke. Der Bartenbacher Anhang durfte dagegen noch auf einen Punkt hoffen, den Minuten zuvor kaum noch jemand für möglich gehalten hätte.
Der letzte Angriff wurde gestartet, Bartenbach hatte den Ausgleich bereits vor Augen, doch mit einer sensationellen Parade hielt Nico Knauß den Auftaktsieg fest. Der Jubel kannte keine Grenzen mehr, in der Dramatik der Schlusssekunden gab es noch eine kleine Rudelbildung. Diese konnte aber schnell aufgelöst werden. Es war zwar kein spektakuläres Torfestival, das beide Teams boten, dennoch war es ein intensives, packendes und zum Schluss auch hochdramatisches Auftaktspiel. „Mit Glück haben wir den Sieg noch über die Zeit gebracht. Mit den Sorgen, die wir hatten, hätte das Spiel noch kritisch werden können, wenn es noch etwas länger gegangen wäre“, so Torhüter Nico Knauß.
SG2H: Knauß, Brucker, Neukamm – Eiberger (9), Yannik Haas (3), Jörg (3), Funk (2), Louis Fürst (2), Jonas Fürst (1), Marius Haas (1), Joas (1), Sauter (1), Sutter (1), Seeh, Scheurmann.




