
24.10.2026 | Spielbericht | F1 | Verbandsliga | TSG Schnaitheim – SG Hofen/Hüttlingen | 30:30
Drei Tore Rückstand, nur noch gut drei Minuten auf der Uhr – für die Handballerinnen der SG Hofen/Hüttlingen deutete im Derby bei der TSG Schnaitheim vieles auf eine Niederlage hin.
Doch die Mannschaft von Trainer Sebastian Adam bewies in der Frauen-Verbandsliga einmal mehr Moral und erkämpfte sich nach einer turbulenten Begegnung noch ein 30:30 (15:13)-Unentschieden. Dabei hatten die Gäste nicht nur mit dem Gegner, sondern auch mit erheblichen personellen Problemen zu kämpfen.
„Wenn man das gesamte Spiel betrachtet, ist das Ergebnis in Ordnung. Durch das Comeback am Schluss ist es für uns aber vielleicht sogar ein gewonnener Punkt“, sagte Adam nach der Partie.
Die SG2H war ordentlich in die Begegnung gestartet, und das trotz einiger vergebener Möglichkeiten. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase gelang es den Gästen, sich immer wieder auf zwei Tore abzusetzen. Schnaitheim blieb allerdings dran und ließ die SG nicht davonziehen. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit präsentierten sich die Gäste wieder etwas konsequenter und gingen mit einer verdienten 15:13-Führung in die Kabine.
Überschattet wurde die erste Halbzeit allerdings von der Verletzung von Lisa Bürgermeister. Die SG2H-Spielerin musste längere Zeit versorgt und schließlich abtransportiert werden. Die Halbzeitpause verlängerte sich deshalb auf rund eine halbe Stunde. Da auch Nina Funk angeschlagen war, wurden die personellen Möglichkeiten für Adam immer geringer. Vor allem im Rückraum und auf den Halbpositionen fehlten dem Trainer zunehmend die Alternativen.
Ein guter Start in Halbzeit zwei
Dennoch fanden die Gäste zunächst gut zurück ins Spiel. Nach gut 36 Minuten erhöhte Mona Bauer sogar auf 19:15. Die SG schien die Begegnung im Griff zu haben, konnte sich mit der Führung im Rücken aber nicht die erhoffte Sicherheit verschaffen.
„Wir haben hinten einfach zu viele Zweikämpfe verloren und es nicht geschafft, kompakt zu verteidigen“, erklärte Adam. Hinzu kamen Zeitstrafen, technische Fehler und ausgelassene Torchancen. Schnaitheim nutzte diese Schwächephase, kämpfte sich zurück und glich zum 20:20 aus. Zwar konnte die SG2H anschließend noch einmal vorlegen, doch die Gastgeberinnen fanden nun immer besser in die Partie.
In der Schlussphase schien den Gästen die Begegnung endgültig aus den Händen zu gleiten. Als Schnaitheim gut drei Minuten vor dem Ende auf 30:27 erhöhte, sprach kaum noch etwas für einen Punktgewinn der SG.
Doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen. Merisa Halilovic und Lotte Böhm verkürzten auf 29:30. 51 Sekunden vor Schluss bekam Clara Jörg per Siebenmeter die Chance zum Ausgleich. Zwar scheiterte sie zunächst, kam aber erneut an den Ball und traf zum 30:30. Den letzten Angriff der Gastgeberinnen verteidigte die SG2H anschließend geschickt und brachte das Unentschieden über die Zeit.
„Wichtig war, dass wir uns durch die Rückschläge nicht haben unterkriegen lassen und Moral gezeigt haben“, lobte Adam seine Mannschaft. Gerade angesichts der schwierigen personellen Situation war der Punktgewinn für den Trainer von besonderer Bedeutung.
Clara Jörg erzielt zehn Tore
Erfolgreichste Werferin der SG2H war Clara Jörg mit zehn Treffern, gefolgt von Mona Bauer (6) und Lotte Böhm (5). Auch wenn zwischenzeitlich durchaus mehr möglich gewesen wäre, überwog nach der packenden Schlussphase die Freude über einen hart erkämpften Punkt.
SG2H:Törner, Siegel – Jörg (10), Bauer (6), Böhm (5), Funk (3), Tize (3), Halilovic (2), Algaba (1), Bürgermeister, Harsch, Kurz, Raab, Reiber, Winter.




