














15.11.2025 | Spielbericht | F1 | Verbandsliga | SC Lehr – SG Hofen/Hüttlingen | 32:30
Es hat nicht sollen sein. Auch im siebten Anlauf der Verbandsliga-Saison ist es den Damen der SG Hofen/Hüttlingen nicht gelungen, die Niederlagenserie zu beenden. Das Team verlor das wichtige Kellerduell beim SC Lehr knapp mit 30:32.
Dennoch gibt es auch Punkte, die Mut machen. Der Abstiegskampf wurde angenommen – über weite Strecken trat das Team bissig und griffig auf. Das Manko war wieder einmal die Chancenverwertung, dazu gab es den einen oder anderen technischen Fehler zu viel. Gelingt es, erfolgreich an diesen Stellschrauben zu drehen, ist der Verbandsliga-Klassenerhalt trotz dieser bitteren Niederlagenserie definitiv kein Wunschtraum.
Die SG2H startete gut ins Spiel und führte nach fünf Minuten mit 3:1. Getroffen hatten zweimal Angelika Titze und Alica Eiberger. Nachdem der SC Lehr kurz darauf ausgleichen konnte, hatte das Team von der Ostalb die passende Antwort parat. Durch drei Treffer in Serie gelang erstmals eine Drei-Tore-Führung (6:3/13. Minute). Doch Lehr ließ sich nicht abschütteln und kam durch ebenfalls drei Tore zum Ausgleich. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit entwickelte sich schließlich eine packende Partie, mit ständig wechselnden Führungen. Beide Teams zeigten Abstiegskampf pur. Mit einer knappen 16:15-Führung für Lehr ging es schließlich in die Halbzeitpause.
SG2H kämpft sich zurück
Simone Bieg konnte zunächst zum 16:16 ausgleichen, danach kippte das Momentum allerdings aufseiten des SC Lehr. Es gelangen vier Treffer in Serie und so stand es in der 36. Minute plötzlich 20:16. Bahnten sich nun wieder die ominösen zehn Minuten in Halbzeit zwei an, in denen sich die SG2H schon manches Mal in dieser Saison um den Lohn brachte. Die Antwort lautete nein, die SG2H kämpfte sich leidenschaftlich zurück ins Spiel und gut 13 Minuten vor dem Ende stand es 22:22. Es herrschte nun knisternde Spannung und alles war noch möglich.
In den Schlussminuten legte Lehr stets vor und die SG2H antwortete. Vier Minuten vor dem Ende änderte sich diese Konstellation aber, nach einem verwandelten Siebenmeter von Santina Seidel stand es 30:28 für die Gastgeberinnen. Die Entscheidung war das aber noch nicht, denn innerhalb von rund einer Minute konnten Simone Bieg und Clara Jörg zum 30:30 ausgleichen. 105 Sekunden vor dem Ende brachte Santina Seidel den SC Lehr wieder in Führung, auf der anderen Seite wurde im entscheidenden Moment die Ausgleichschance vergeben.
Entscheidung kurz vor dem Ende
Knapp eine Minute vor dem Ende machte Nicole Bohnet den 32:30-Sieg perfekt. Während auf der einen Seite die Erleichterung über den ersten Sieg riesig war, herrschte Enttäuschung und Trauer über den verpassten erhofften Befreiungsschlag auf der anderen Seite. „Es war schade, denn wir hätten einen Punkt mitnehmen können. In der entscheidenden Phase haben wir aber zu viele technische Fehler gemacht. Der Knoten hätte heute platzen können. Von der Einstellung und vom Kämpferischen kann man dem Team aber überhaupt keinen Vorwurf machen, sie haben alles gegeben“, so Interimstrainer Matthias Haas.
Er zollte dem Gegner in dieser Phase aber Respekt: „Im Eins-gegen-eins waren sie sehr gut.“ Das Team sieht er trotz der Niederlage auf dem richtigen Weg: „Es muss jetzt einfach mal ein Erfolgserlebnis her, dann klappt das schon.“ Auch im kommenden Heimspiel gegen Biberach wird Matthias Haas dann wieder auf der Bank Platz nehmen – vielleicht klappt es dann bereits mit den ersehnten Punkten.
SG2H:Vierkorn, Fleischer, Törner – Bieg (11), Jörg (6), Bundschuh (3), Titze (3), Bauer (2), Böhm (2), Eiberger (2), Kurz (1), Algaba, Linhart, Stock, Winter.




