

















06.12.2025 | Spielbericht | F1 | Verbandsliga | SG Hofen/Hüttlingen – HSG Langenau/Elchingen | 34:28
Es liefen die letzten Sekunden der Partie zwischen den Handballerinnen der SG Hofen/Hüttlingen und der HSG Langenau/Elchingen. Die SG2H-Auswechselspielerinnen standen freudestrahlend Arm in Arm und warteten auf das erlösende Erklingen der Sirene. Als die Anzeigetafel schließlich 60 Minuten Spielzeit anzeigte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr.
Sofort bildete das gesamte Team einen Kreis, der 34:28-Sieg wurde lauthals gefeiert. Es war nicht irgendein Erfolg, sondern gleichzeitig auch das Ende einer schier nicht enden wollenden Serie. Die ersten neun Partien der Saison gingen allesamt verloren, im letzten Spiel der Hinrunde konnte die SG2H nun endlich die langersehnten ersten beiden Punkte einfahren.
Durch diesen Erfolg ist auch der Anschluss an drei weitere Teams hergestellt – in der Rückrunde ist für die SG2H damit noch vieles möglich. „Der Sieg war Gold wert und einfach wichtig für die Mannschaft. In dieser Saison waren sie schon oft genug dran, konnten sich aber nicht belohnen. Handball spielen können sie, das war einfach Kopfsache“, freute sich Trainer Sebastian Adam, der das Team vorerst bis Weihnachten trainieren wird.
Die Vorzeichen vor dieser Partie waren alles andere als rosig. Da sich Lisa Fleischer das Kreuzband gerissen hatte, stand das Team für die Partie zunächst ohne Torhüterin da. „Steffi Vierkorn war eigentlich privat verhindert, sie hat aber alles dafür getan, dass sie beim Spiel dabei ist. Das ist ihr hoch anzurechnen“, erklärte Sebastian Adam. Da mit Paula Törner auch die dritte Torhüterin der SG2H nicht zur Verfügung stand, wurde Ronja Zeller von der zweiten Mannschaft für das Spiel eingetragen. Eine Entscheidung, die sich im Laufe der Partie noch als goldrichtig erweisen sollte.
Von Beginn an gut im Spiel
Wie schon in den vergangenen Spielen passte die kämpferische Einstellung erneut. Die SG2H war von Beginn an gut in der Partie drin und lag in der ersten Halbzeit nur dreimal mit einem einzigen Tor hinten. Das war direkt zu Beginn, beim Stande von 0:1, 1:2 und 2:3. Angelika Titze brachte das Team in der achten Minute erstmals in Führung. Im weiteren Verlauf erspielte sich die SG2H immer wieder eine Führung, teils sogar mit drei Toren Unterschied – 11:8 (21.) und 14:11 (26.). Doch die HSG zeigte sich unbeeindruckt und erzielte innerhalb von rund zweieinhalb Minuten drei Tore in Serie (14:14/29.). Beide Teams erzielten noch je einen Treffer und so stand es zur Pause 15:15.
SG2H zeigt sich unbeeindruckt
Die Gäste von der HSG Langenau/Elchingen erwischten den etwas besseren Start in die zweite Halbzeit und konnte sich bis zur 39. Minute eine Drei-Tore-Führung erspielen (21:18). Das Szenario einer Hinrunde ohne Punktgewinn drohte nun wahr zu werden. Trainer Sebastian Adam nahm daraufhin eine Auszeit. „Das Feuer, das heute da war, erlosch auch nicht nach diesem Rückschlag. Die Leidenschaft war immer da und man merkte einfach: Sie wollten diese zwei Punkte unbedingt“, berichtete Sebastian Adam.
Den Großteil der zweiten Halbzeit stand Ronja Zeller im Tor der SG2H, die ihr Verbandsliga-Debüt feierte. Angetrieben von zahlreichen starken Paraden, konnte die Mannschaft den Rückstand schnell wieder in eine Führung umbiegen (23:22/46.). In der Schlussphase war der Ausgang dieser Partie weiter offen, gut neun Minuten vor dem Ende stand es 25:24.
Doch dann sollten die Schlüsselmomente für den Sieg folgen. Angeführt von einer überragend spielenden Lena Bundschuh, die fünf ihrer sechs Treffer zwischen der 45. und 54. Minute erzielte, konnte sich die SG2H bis zur 54. Minute auf vier Tore absetzen (29:25). Die HSG fand keine Mittel mehr und am Ende stand es 34:28.
Bei ihrem Debüt wurde Ronja Zeller direkt auch zur Spielerin des Spiels gewählt. Letztlich war es ein versöhnliches Ende eines sehr schwierigen zweiten Halbjahrs 2025 der SG2H-Damen.
SG2H:Vierkorn, Zeller – Bieg (8), Bundschuh (6), Bauer (5), Böhm (5), Jörg (4), Titze (3), Halilovic (2), Kurz (1), Algaba, Bürgermeister, Eiberger, Harsch, Stock, Winter.



