









17.01.2026 | Spielbericht | F1 | Verbandsliga | SG Hofen/Hüttlingen – HSG Owen-Lenningen | 27:32
Die Handballerinnen der SG Hofen/Hüttlingen sind mit einer bitteren Heimniederlage in das neue Jahr gestartet. Gegen die HSG Owen-Lenningen unterlag das Team von Trainer Sebastian Adam in der Verbandsliga mit 27:32 (14:15) und bleibt damit Tabellenletzter. Dabei hatte es zunächst so ausgesehen, als könnte die SG2H den positiven Schwung aus dem letzten Auftritt vor Weihnachten mitnehmen – doch wie schon so oft in dieser Saison kippte die Partie nach einer ordentlichen Anfangsphase durch eigene Fehler und einen spürbaren Bruch im Kopf.
„Wir haben uns von Beginn an vorgenommen, heute ein Zeichen zu setzen“, sagte SG2H-Trainer Sebastian Adam nach dem Spiel. Und seine Mannschaft setzte diesen Plan in den ersten knapp 20 Minuten durchaus um: Die SG2H kam gut rein, spielte ihre Angriffe strukturiert aus und stand defensiv kompakt. Immer wieder erspielte man sich eine Drei-Tore-Führung (6:3/7:4 und 10:7).
Beim Stande von 3:3 erzielte die SG2H durch Lotte Böhm, Clara Jörg und Merisa Halilovic drei Treffer in Serie. „Wir haben die Sachen umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben. Die Offensive hat man gut gespielt – und wir haben eine gute Abwehr gespielt, vor allem die ersten knapp 20 Minuten“, so der Coach. Es wäre sogar eine noch höhere Führung möglich gewesen, allerdings wurde es verpasst, den Vorsprung konsequenter auszubauen.
Dann folgte jene Phase, die Adam später als Wendepunkt beschrieb: Mehrere Aktionen wurden unsauber gespielt, technische Fehler schlichen sich ein – und sofort war wieder diese Unsicherheit da, die die SG2H in der Vorrunde immer wieder begleitet hatte. „Dann kommt gleich wieder ein Bruch ins Spiel. Bei jedem so im Kopf: ‘Jetzt haben wir Fehler gemacht, jetzt geht es wieder schief.’ Und dadurch haben wir Owen zurück ins Spiel geholt“, erklärte Adam. Die Gäste nahmen die Einladung dankend an – und bis zur Pause war die Partie wieder komplett offen. Nach zwei Treffern von Lea Przywara ging die HSG mit einer knappen 15:14-Führung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel hielt Hofen/Hüttlingen zunächst noch dagegen. Bis zum 18:18 (38. Minute) war die Partie ausgeglichen, es entwickelte sich ein Spiel auf Messers Schneide. Doch dann reichte erneut eine kurze Schwächephase, um Owen-Lenningen entscheidend davonziehen zu lassen. „Dann machen wir einfach zu viele Fehler. Und man spürt so ein bisschen: Das Selbstbewusstsein ist weg, alles, was vorher funktioniert hat“, schilderte Adam die mentale Komponente.
Verschärft wurde die Lage durch die ohnehin angespannte Personalsituation. Adam verwies auf eingeschränkte Wechseloptionen – unter anderem durch eine Verletzung sowie das Fehlen von zwei Spielerinnen und einer Roten Karte. „Dann waren die Optionen weg. Alle mussten durch und auf die Zähne beißen – und irgendwann waren die Kräfte ein bisschen weg“, sagte der SG2H-Coach.
In dieser Phase bestrafte Owen-Lenningen jeden einfachen Fehler und spielte die Angriffe eiskalt zu Ende. Der Rückstand wuchs bis zur 44. Minute auf sieben Tore (18:25) an – eine Hypothek, die Hofen/Hüttlingen nicht mehr wegschieben konnte. Innerhalb von nur knapp sieben Minuten legte die HSG einen 7:0-Lauf aufs Parkett.
Ganz weg war die Chance zwar nicht: Die SG2H kam noch einmal in Reichweite, hatte Situationen, um auf zwei oder drei Tore zu verkürzen. Doch erneut fehlte die letzte Konsequenz. „Wenn wir da zwei, drei eiskalt ausnutzen und auf drei oder zwei rankommen, dann ist der Glaube da. Aber wir haben es nicht genutzt“, fasste Adam zusammen.
So blieb am Ende eine 27:32-Niederlage – und das Gefühl, dass ein guter Start allein nicht reicht, wenn die Fehlerkette und die Verunsicherung wieder greifen. Den letzten Treffer für die HSG erzielte Leonie Sahin, die mit neun Treffern auch zur Spielerin des Spiels gewählt wurde. Lena Stock markierte das letzte Tor des Spiels und den 27. Treffer für die SG2H.
SG2H: Vierkorn, Törner – Bieg (6), Böhm (4), Bauer (3), Harsch (3), Jörg (3), Algaba (2), Titze (2), Halilovic (1), Kurz (1), Winter (1), Stock (1), Bürgermeister, Nina Funk




