
21.09.2025 | Vorbericht | M1 | Verbandsliga | SG Hofen/Hüttlingen – TSV Bartenbach
Die Talsporthalle brennt, die Vorfreude ist riesig: Am Sonntag um 17 Uhr startet die SG Hofen/Hüttlingen (SG2H) in die neue Verbandsliga-Saison. Gegner zum Auftakt ist der TSV Bartenbach – und gleich zum Start wartet auf die Mannschaft von Trainer Gerd Mühlberger ein Derby, das traditionell Brisanz und noch mehr Emotionen garantiert.
„Die Jungs scharren mit den Hufen. Nach der langen Pause merkt man, wie groß die Lust ist, endlich wieder um Punkte zu spielen“, sagt Gerd Mühlberger. Die Vorbereitung beschreibt er als „sehr gut“ – vor allem, weil die Trainingsbeteiligung stimmte und das Team zusätzlich neue Impulse erhielt: „Wir haben dieses Jahr ein paar Fitnesseinheiten mehr absolviert, begleitet von einer externen Trainerin. Das war eine super Sache, auch die Rückmeldungen der Spieler waren durchweg positiv.“
Neuer Schwung durch Eglauer
Für frischen Wind sorgt auch Jan Eglauer. Der 33-Jährige ist kein Unbekannter im Verein und kehrt nun als Co-Trainer an die Seitenlinie zurück. „Eigentlich bin ich ja neuer alter Co-Trainer“, sagt er mit einem Schmunzeln. „Mir war wichtig, das Thema Athletik stärker einzubauen. Wir haben körperlich einen Schritt nach vorne gemacht, und ich habe das in den Einheiten konsequent fortgeführt. Die Jungs sind heiß und haben richtig Bock.“
Auch der Sportliche Leiter Heiko Huber lobt die Zusammenarbeit im Trainerteam: „Jan hat unheimlich viel Energie mitgebracht, er bringt eigene Ideen ein und ergänzt Gerd hervorragend. Gerade im Fitnessbereich hat er die Mannschaft auf ein neues Level gehoben.“
Zum Auftakt wartet mit dem TSV Bartenbach ein Aufsteiger, der nicht zu unterschätzen ist. „Wir stehen im Prinzip wieder bei null, weil keine Mannschaft aus der letzten Saison in unserer neuen Staffel dabei ist“, erklärt Gerd Mühlberger. „Bartenbach ist kein klassischer Aufsteiger, die haben mit den Rascher-Brüdern zwei richtig starke Spieler und ein eingespieltes Team. Das wird ein schwieriges Spiel – aber wir haben Heimrecht, und das wollen wir nutzen.“
Die Talsporthalle gilt ohnehin als Trumpf der SG2H. Volle Ränge, lautstarke Unterstützung und eine enge Verbindung zwischen Mannschaft und Fans prägen seit Jahren die Heimspiele. „Der Zuschauerschnitt ist grandios“, schwärmt Jan Eglauer. „Als Spieler war es schon ein Erlebnis, hier aufzulaufen – und jetzt als Trainer ist es nicht anders. Die Halle motiviert einfach.“ Auch Gerd Mühlberger ist überzeugt: „Wer in der vergangenen Saison da war, hat gesehen, wozu wir in der Lage sind, wenn die Stimmung kocht. Das wollen wir am Sonntag wieder zeigen.“
Auf die eigene Jugend setzen
Ein Markenzeichen der SG2H bleibt der konsequente Fokus auf die eigene Jugend. Immer wieder schaffen Talente den Sprung in die erste oder zweite Mannschaft. „Das ist unser Weg, und dabei bleiben wir“, sagt Heiko Huber. „Es dauert natürlich, bis sich junge Spieler in der Verbandsliga behaupten können. Aber es ist wichtig, jedes Jahr ein oder zwei aus dem Nachwuchs hochzuziehen. Das ist unser Konzept, und es wird auch außerhalb der Region wahrgenommen.“
Für Heiko Huber ist klar: „Diese Fan- und Vereinskultur ist ein Alleinstellungsmerkmal. Sie motiviert die Spieler, sie bindet die Jugend, und sie sorgt dafür, dass die SG2H als Verein wächst.“
Auch für die anstehende Saison haben zwei junge Spieler den festen Sprung in den Kader geschafft. Mathis Sutter (20 Jahre) und Louis Fürst (19 Jahre). Mit Dorian Trögele hat ein erfahrener Spieler seine Karriere beendet. Verletzungsbedingt müssen Gerd Mühlberger und Jan Eglauer wochenlang auf Spielmacher Lukas Fürst verzichten.
Sportlich peilt das Team eine weitere Steigerung an. Nach einer soliden Vorsaison mit Platz sechs möchte man sich in der Tabelle weiter nach oben orientieren. „Wir haben uns in der Rückrunde klar verbessert und stellen uns jetzt breiter auf“, sagt Mühlberger. „Ich möchte die Mannschaft entwickeln – und das bedeutet, dass wir unter die Top Fünf kommen wollen.“
Ein erstes Ausrufezeichen setzen
Am Sonntag will die SG Hofen/Hüttlingen in jedem Fall ein erstes Ausrufezeichen setzen. Gerd Mühlberger bringt es auf den Punkt: „Wir haben Respekt vor dem TSV Bartenbach, aber wir lassen uns nicht verrückt machen. Wir wollen das Ding gewinnen.“



