





















22.11.2025 | Spielbericht | M1 | Verbandsliga | SG Hofen/Hüttlingen – TSV Betzingen | 34:32
Die Handballer der SG Hofen/Hüttlingen haben in der Verbandsliga eine knifflige Aufgabe gemeistert und einen Sieg der Kategorie Arbeitssieg gefeiert. Gegen den TSV Betzingen setzte sich das Team von Gerd Mühlberger und Jan Eglauer in der heimischen Wasseralfinger Talsporthalle mit 34:32 durch. Aufgrund von vielen vergebenen Möglichkeiten und dem stark aufgelegten Torhüter Niclas Lohan wurde es aber überhaupt erst so spannend.
Der TSV Betzingen zeigte von Beginn an, dass er als Tabellenneunter nicht einfach nur als Punktelieferant auf die Ostalb gefahren war. Nach neun Minuten erspielten sich die Gäste beim 6:4 erstmals eine Zwei-Tore-Führung. Doch relativ schnell konnte die SG2H wieder ausgleichen. In den darauffolgenden Minuten blieb es eine sehr ausgeglichene Partie, auf beiden Seiten wurden immer wieder Chancen vergeben. Die beiden Torhüter, Jannis Brucker für die SG2H und Niclas Lohan für Betzingen, kamen so immer wieder zu starken Paraden. Nach 21 Minuten stand es 10:10.
In der Schlussphase konnten sich die SG2H-Herren nach drei Treffern in Serie auf drei Tore absetzen. Erfolgreich waren Louis Fürst und zweimal Achim Eiberger (16:13/28. Minute). 27 Sekunden vor der Pause erzielte Achim Eiberger den Treffer zum 17:13-Halbzeitstand. Nachdem Yannik Haas in der 32. Minute den Treffer zum 18:13 erzielen konnte, schien die Partie entschieden. Der SG2H waren somit fünf Treffer nacheinander gelungen.
In den darauffolgenden Minuten konnte das Team vom Kappelberg und Kochertal diesen Vorsprung in etwa verteidigen. Neun Minuten vor dem Ende verkürzte Hannes Stotz für den TSV Betzingen auf 22:26. Nur Sekunden später sollten sich die vorentscheidenden Szenen im vorletzten Heimspiel des Jahres abspielen. Lukas Fürst traf zum 27:22 und nur wenige Augenblicke später luchste Schlitzohr Maximilian Funk einem Betzinger direkt nach dem Anspiel den Ball ab. Er marschierte Richtung Tor und markierte den 28. Treffer der SG2H. „Die Schlitzohrigkeit gehört ein wenig zu meinem Spiel und mir macht diese Rolle auch Spaß“, freute sich Außenspieler Maximilian Funk.
Auch die Talsporthalle hatte in diesem Moment viel Spaß – sofern man Fan der SG Hofen/Hüttlingen war. Denn auch die Betzinger wurden lautstark angefeuert in dieser Partie. Bis zur 54. Minute konnte sich die SG2H sogar eine Sechs-Tore-Führung erspielen (30:24). Doch die Entscheidung in dieser Partie war das noch nicht, denn nach der letzten Auszeit der Partie ging Betzingen volles Risiko – und wäre fast auch noch mit einer spektakulären Aufholjagd belohnt worden. Nach einem Doppelschlag von Luca Kriz stand es knapp zwei Minuten vor dem Ende nur noch 30:33 aus Sicht des TSV Betzingen. Jonas Fürst hatte Sekunden später die passende Antwort parat, 34:30.
In der letzten Minute gelangen den Betzingern noch zwei Treffer. Am Ende setzte sich die SG Hofen/Hüttlingen mit 34:32 durch. Bei effektiverer Chancenverwertung wären für beide Mannschaften sogar noch deutlich mehr Treffer möglich gewesen. Beide Torhüter zeigten an diesem Abend starke Leistungen. Gäste-Keeper Niclas Lohan war aber noch einen Ticken stärker, sodass er nach der Partie mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde. Zum Spieler des Spiels wurde Maximilian Funk gewählt. Trotz des Sieges zeigte er sich hinterher aber auch selbstkritisch: „Knifflig wurde es nur, weil wir unsere Chancen nicht verwertet hatten. Betzingens Schlussmann hatte aber auch überragend gehalten und die Abwehr von Betzingen stand eigentlich auch ganz gut. Spielerisch war es sehr ordentlich von uns und jeder hatte sich gut eingebracht – auch wenn es gegen Ende nochmals etwas spannend wurde“, so das Fazit von Maximilian Funk. Nun steht für Hofen/Hüttlingen erstmal eine kurze Pause an, ehe der Jahresendspurt mit zwei Partien ansteht. Am Nikolaustag geht es zu Hause gegen das Schlusslicht Bad Saulgau und eine Woche später kommt es in Laupheim zum Spitzenspiel der Liga.
SG2H: Brucker, Steinacker – Eiberger (6), Jonas Fürst (6), Lukas Fürst (5), Jörg (5), Deuber (3), Funk (3), Louis Fürst (3), Yannik Haas (2), Scheurmann (1), David Haas, Harsch, Sutter, Wolter.




